Paso Doble – stolz oder verführerisch sind sie und zeigen Ihnen ihre anmutige Weiblichkeit – gekonnt in Szene gesetzt mit betörenden Tanzschritten und feurigen Blicken. Unruhig sitzen die Männer auf ihren Stühlen und zittern mit den Sangria Gläsern – vor Erregung oder weil der innere, stolze Antrieb des Mannes in Wallung gerät? Was macht den Reiz des Paso Doble aus?

Stellt dieser spanisch-französische Tanz wirklich einen Stierkampf dar oder geht es dabei vielleicht um etwas anderes? Ein Schauspiel prickelnder Umgarnung – dem südländischen Wechselspiel von Mann und Frau?

Gewiss, der Paso Doble ist ein besonderer Tanz. Und die tanzenden Männer zeigen beeindruckende, akkurate Körperbeherrschung mit unverkennbarem Stolz demonstriert. Nicht minder die Damen. Mit klar zur Schau gestellter Selbstbewusstheit und lockender Weiblichkeit fangen sie die Aufmerksamkeit der Männer ein, ziehen sie in ihren Bann, so dass die kraftvolle Führungskraft des Mannes ausbrechen kann. Große Beweglichkeit ist gefordert, wenn der Herr schwungvolle Drehungen der Dame seines Herzens abverlangt und beide in Promenaden miteinander kokettieren.

Treten Sie in kraftvolle, spanische Fußstapfen wenn Sie Paso Doble tanzen. Stets sollte ihre Muskelspannung zum Einsatz kommen, während Sie ihre Tanzschritte setzen. Und das Tempo dieses Tanzes ist schnell bei gleichmäßig gesetzten Schritten. Die Musik klar und deutlich eingeteilt in zeitliche Abschnitte, deren Anfänge und Enden dominant betont erscheinen. Diese Einheiten, wir sprechen hier von einer Phrasierung, zwingen geradezu allen Figuren des Paso Doble ein zeitliches Limit auf.

Meist beginnen Ihre Bewegungen mit einem kraftvollem Auftakt – dem Appell. Gewiss, so lockt auch der Torrero den Stier – beim Tanzen jedoch zeigen Sie damit den deutlichen Start Ihres tänzerischen Menüs. Übersetzt bedeutet Paso Doble – Doppelschritt. Zurückverfolgen lässt sich dieser schwungvolle Tanz in die Anfänge von 1790 mit dem Pasredouble, einen französischen Marschtanz.

Der Paso Doble zählt zu den marschierenden Tänzen, ähnlich dem uns bekannten Schieber. Meist haben wir dabei einen Zweiviertel oder Sechsachtel Takt. Die Improvisation lädt zur Vorstellung eines Stierkampfes ein.